Der Stachus und seine Geschichte

Woher kommt der Name „Stachus“?

Münchnerinnen und Münchner nennen ihn „Stachus“, offiziell heißt er Karlsplatz. Doch woher kommt der Name "Stachus"? Der Name geht zurück auf das hier gelegene Wirtshaus „Stachusgarten“. Das Wirtshaus stand einst auf dem Gelände Ecke Sonnenstraße/Bayerstraße, wo heute der Kaufhof steht und war seit 1710 im Besitz der Familie Föderl. Seit 1728 ist dort ein Mathias Eustachius Föderl, genannt „Eustachi“, als Wirt verzeichnet. Nach ihm erhielt die Gastwirtschaft den Namen „Stachus“ oder auch „Stachus-Garten“. Von der beliebten Gastwirtschaft wurde der Name „Stachus“ dann wohl auf den Platz übertragen.

Offiziell hieß der Platz ab 1791 nach dem an ihm gelegenen Tor zunächst „Neuhauser-Tor-Platz“. Nachdem das Neuhauser Tor im Juli 1792 zu Ehren des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor in Karlstor umbenannt worden war, behielt der Platz zunächst seinen alten Namen. Am 27. April 1797 genehmigte Karl Theodor die Umbenennung des Platzes in Karlsplatz. Dass der Pfälzer Kurfürst bei den Münchnern äußerst unbeliebt war, ist vielleicht ein Grund dafür, dass der alte Name „Stachus“ – zumindest im Volksmund – bis heute weiter in Gebrauch blieb.

zur Jahreschronik